Rezension "Amrita. Am Ende beginnt der Anfang" von Aditi Khorana









  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Dressler (21. August 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3791500562
  • ISBN-13: 978-3791500560
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Originaltitel: The Library of Fates
  • Größe und/oder Gewicht: 15,7 x 3,5 x 21,6 cm


Dein Schicksal ist ein Buch, das du selbst schreibst! Das Leben von Amrita, 16-jährige Prinzessin des Königreichs Shalingar, ändert sich auf einen Schlag, als der Despot Sikander Shalingar erobert. Gemeinsam mit der Sklavin und Seherin Thala gelingt Amrita die Flucht und beide machen sich auf den Weg, die »Bibliothek aller Dinge« zu finden, um das Schicksal der Welt zu ändern und schließlich zurück in die Vergangenheit zu reisen: an den Punkt, wo das Unheil begann. Doch was, wenn der einzige Weg, ihren Vater und ihr Land zu retten, bedeutet, dass Amrita sich selbst und ihre große Liebe opfern muss?
Opulent, außergewöhnlich atmosphärisch, erzählt in ungemein detailreicher, bildhafter Sprache: AMRITA ist literarische Fantasy mit starken, unabhängigen und klugen Heldinnen.


Quelle Bild und Text




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Hier ist Schnappatmung angesagt! Das Buch ist ein absolutes Schmuckstück.  ich liebe dieses farbenprächtige Cover und auch unter dem Schutzumschlag sieht dieses Buch einfach nur umwerfend aus.




Ich danke vorablesen und dem Dressler Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Der Einstieg in die Geschichte wird einem durch den tollen, flüssigen Schreibstil leicht gemacht. Ich bin gut in die Geschichte reingekommen und konnte mir die Personen und Orte in allen Facetten vorstellen.

Die Figuren fand ich allesamt sehr gut ausgearbeitet und vielschichtig. Die Protagonistin Amrita hat mir dabei wirklich gut gefallen, denn auch wenn ihr Verhalten vielleicht auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig  erschien,  war es doch authentisch und nachvollziehbar. 
Der Weltenentwurf wurde fantasiereich und sehr bildhaft ausgearbeitet. Die vorhandenen Elemente konnten mich komplett überzeugen, waren innovativ und haben mich begeistert. 

Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte in der Geschichte, die auch meinen einzigen Kritikpunkt darstellt. Vieles konnte ich dabei nicht nachvollziehen bzw. wurde mir zu schnell abgehandelt. 

Der Spannungsbogen wird von Beginn an gut aufgebaut. Der rote Faden ist die ganze Zeit vorhanden und man kann sich trotzdem kaum vorstellen, wohin die Reise geht. So wird man immer wieder überrascht und wird quasi gezwungen weiterzulesen. Für mich war der Lesesog sehr groß und ich habe dieses Buch in kürzester Zeit verschlungen.

Das Ende ist ganz besonders und man muss es auf sich wirken lassen. Auch nach ein paar Tagen lässt einen diese Geschichte nicht los. Diese Geschichte ist ein Einzelband und in sich abgeschlossen. Dies ist noch ein Pluspunkt für mich, denn bei den ständig neuen Reihen, verliert man manchmal doch den Überblick.
Dieses Buch ist nicht nur außen eine Schönheit sondern entfaltet erst zusammen mit dem Inhalt seine ganze Pracht und Magie.




Wäre die Liebesgeschichte besser gelungen, wäre es ein absolutes Highlight für mich gewesen. So bekommt es 4 /5 Unendlichkeiten und eine klare Leseempfehlung.


Rezension "Das wilde Herz des Meeres" von Elena Morgan



  • Taschenbuch: 350 Seiten
  • Verlag: Drachenmond-Verlag (Nova MD) (1. April 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3931989925
  • ISBN-13: 978-3931989927

Golf von Mexiko, 1715: William Hunter - Pirat, Frauenverführer und berüchtigter Kapitän der Scowerer - kennt weder Gnade noch Furcht. Ruhelos reist er über die Meere der Welt und macht reiche Beute, bis ihm ein schrecklicher Fluch das Leben kostet. Fortan ruhen Williams Knochen in einer Höhle, dazu verdammt, alle hundert Jahre in einer Vollmondnacht zu neuem Leben zu erwachen. Solange, bis eine Frau sein grausames Herz erweicht und ihn spüren lässt, was wahre Liebe bedeutet. Fuerteventura, 2015: Hannah flieht nach dem Ende einer desaströsen Beziehung zu ihrer Schwester, um zu vergessen. An der wilden Atlantikküste macht sie einen seltsamen Fund: Uralte Knochen liegen neben Goldmünzen in einer vom Meer umspülten Höhle. Einhundert Jahre sind seit Williams letztem Erwachen vergangen ... und die nächste Vollmondnacht steht unmittelbar bevor.

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Das Cover ist klasse. Es passt ganz toll zur Geschichte und verströmt authentisches Piratenfeeling.

Ich habe dieses Buch zu Rezensionszwecken direkt von der Autorin erhalten. Nochmals vielen Dank dafür, es hat einen Ehrenplatz in meinem Regal.

Das Buch beginnt mit einem Zeitsprung im Jahr 1715.  Man lernt den Piraten William Hunter kennen und die Umstände unter denen er gestorben ist. Dann ist man in der Gegenwart auf der wunderschönen Insel Fuerteventura. Ich war selbst schon einmal dort und habe es genossen, mal eine Geschichte zu lesen, die an diesem wunderschönen Ort spielt.

Der Schreibstil ist malerisch. Er beschreibt aussagekräftig und detailliert, sodass man sich alles toll vorstellen kann.
Die Protagonisten haben mich vollkommen überzeugt. Sie wirken komplett authentisch, haben Humor und ich habe sie ins Herz geschlossen. Auch die Nebenfiguren wurden toll ausgearbeitet, man hätte es kaum besser machen können. 
Nach und nach baut sich die Geschichte auf. Es bleibt konstant spannend, nur der Mittelteil hat ein paar kleine Längen, die aber kaum auffallen.  Die Geschichte wird immer abwechselnd aus der Ich -Perspektive der beiden Protagonisten geschildert. Das fand ich toll, denn so konnte ich noch tiefer in die Geschichte eintauchen. 
Es gibt ein paar erotische Szenen, die sich an den richtigen Stellen befinden und die Liebesgeschichte noch unterstreichen. Wirklich toll.

Besonders das Ende hat mich überzeugt. Es war wunderschön und ich hätte es mir kaum besser vorstellen können. Ein paar Tränchen mussten bei mir auch getrocknet werden, also haltet besser Taschentücher bereit.


Mein erster Piratenroman und jetzt habe ich Lust auf mehr. Elena Morgan alias Britta Strauss konnte mich mitreißen und das wird bestimmt nicht das letzte Buch der Autorin für mich gewesen sein.

4/5 Unendlichkeiten.




Rezension "Fighting to Be Free-Nie so geliebt" von Kirsty Mosely







  • Broschiert: 528 Seiten
  • Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1 (12. Juni 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3956496809
  • ISBN-13: 978-3956496806
  • Originaltitel: Fighting to Be Free


Es ist Jamies letzte Chance auf ein normales Leben. Bisher war seine Existenz bestimmt von Armut und Gewalt. Frisch aus dem Gefängnis entlassen ist er voller guter Vorsätze. Doch so leicht entkommt man seiner Vergangenheit nicht. Dann begegnet er Ellie -- und sie verkörpert all das, wonach er sich sehnt. Die Anziehungskraft reißt sie beide mit. Jamie will alles tun, sich ihrer würdig zu erweisen, der Mensch zu werden, den Ellie lieben kann. Aber noch hat er ihr nicht die Wahrheit über seine dunklen Taten gestanden. Sind Ellies Gefühle stark genug, um bei ihm zu bleiben? Bei einem Mann, der das Leben eines anderen auslöschte …




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Das Cover gefällt mir wirklich gut. Ich empfinde es als einprägsam und prägnant. 



Ich danke dem Mira Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gelungen. Der Schreibstil ist locker und alles lässt sich recht zügig lesen. 
Die Protagonisten haben mir gut gefallen, auch wenn sie teilweise klischeebeladen sind. Sie sind noch recht jung (18 Jahre alt), dafür aber schon recht reif und erwachsen.  Ihre Handlungen lassen sich nachvollziehen, aber vieles ist einfach vorhersehbar und das hat mir oft den Spaß am Lesen vermiest.  Die Liebesgeschichte und die emotionale Tiefe konnten mich aber packen und diese Stellen habe ich sehr gern gelesen. Richtig spannend fand ich die Geschichte aber nie. Es gab so einige Längen und manches hätte man echt weg lassen können. Die Grundidee und das Setting konnten mich überzeugen, es war mal etwas Anderes und daher ärgert es mich umso mehr, dass die Autorin soviel Potenzial verschenkt hat. Die Geschichte ist ein Zweiteiler und auch wenn der erste Band mich nicht komplett mitnehmen konnte, möchte ich doch wissen wie es ausgeht.


Schade, da hätte man mehr daraus machen können. Ganz knappe 4/5 Unendlichkeiten.


Rezension "Als wir fast mutig waren" von Jen White







D: 14,99 €
A: 15,50 €
Größe 15,00 x 21,00 cm
Seiten 320 
Alter ab 12 Jahren 
ISBN 978-3-551-55680-6

Stell dir vor, du bist zwölf Jahre alt und wirst von deinem Vater nach einem Streit an einer Tankstelle zurückgelassen, mitten in der Wüste von Arizona. Es ist mörderisch heiß, du hast Durst und eine kleine Schwester an deiner Seite, die nur Flip-Flops trägt und genauso große Sehnsucht nach eurer Mutter hat wie du. Aber immer, wenn du nicht mehr weiterweißt, holst du dein Notizbuch heraus und machst dir einen genauen Plan: Vertrau deinem Instinkt. Hör auf dein Herz. Sei mutig, wenn du kannst. – Dies ist die Geschichte von Liberty und ihrer kleinen Schwester Billie, die mehr als nur fast mutig sein mussten, auf ihrem abenteuerlichen Weg zurück nach Hause.

Quelle Bild und Text



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Das Coverbild ist mir gleich ins Auge gestochen und hat mich irgendwie angerührt. Den Titel fand ich toll gewählt und ich wusste, dass ich dieses Buch gerne lesen möchte. Besonders gut gefällt mir, dass das Buch ohne Schutzumschlag auskommt und alles direkt gedruckt wurde.




Ich danke dem Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Schon der Titel und das Cover haben mich angerührt und ich wollte dieses Buch sehr gerne lesen. Schon nach den ersten paar Seiten war ich vollkommen eingenommen und fassungslos.

Ich konnte mich perfekt in die Welt der 12 jährigen Liberty und ihre Schwester einfühlen. Wie schlimm muss es sein, wenn der eigene Vater einen einfach an der Tankstelle zurücklässt?!
Der Schreibstil ist einfach und leicht gehalten und passt so perfekt zu dem Alter der Protagonisten. Trotzdem werden die Gefühle und tiefen Empfindungen für den Leser intensiv dargestellt und man kann sehr gut mitfühlen. Die Kapitel sind kurz gehalten und enthalten alle eine Überlebensstrategie als Überschrift.  So kann man gut auch zwischendurch eine Lesepause einlegen.
Es gibt keine großen überraschenden Wendungen oder einen großen Spannungsbogen, aber das benötigt diese Geschichte auch gar nicht. Sie setzt viel tiefer an und konnte mich trotzdem vollkommen fesseln. Man wünscht den beiden Schwestern nur das aller Beste und begleitet sie auf ihrer Reise. Ich war während des Lesens sehr tief ergriffen und bin immer noch sehr nachdenklich. Es ist ein Buch für das Alter ab 12 Jahren, kann aber auch sehr gut von Erwachsenen gelesen werden. Das Ende hat mich durchaus zufriedengestellt und auch wenn das Buch doch nicht zu den dickeren Wälzern gehört, hat es genau die richtige Länge.
Ein Buchjuwel, dass anrührt, nachdenklich macht und trotzdem zeigt, wie jeder mutig sein kann, wenn er nur will.


5/5 Unendlichkeiten für ein emotionales Jugendbuch, dass eigentlich für Jeden geeignet ist.